The Arachnid Order Solifugae

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 Family Solpugidae
Catalog of the Solifugae

Genus Roeweriscus Birula 1937

 


Roeweriscus Birula, 1937a: 592-596; Roewer, 1941: 177.

Type species: Roeweriscus paradoxus Birula, 1937a, by original designation.

Distribution: Iran.


 

 

Original description (Birula 1937a, pp. 592-596):

"1.  Roeweriscus paradoxus, gen. et sp. n.
 

ad., Ost-Persien, Beludzhistan (östl. Makran), Örtlichkeit Kazkin, auf dem Wege zwischen Station Basman und Station Bampur, 6 VII 1898, N. Zarudnyj leg.

      Der ganze Körper nebst Extremitäten ist ziemlich gleichmässig grün gelblichbraun gefärbt, nur das Abdomen ist hellgraulich; längs der Oberseite des Truncus vom Hinterrande des Kopfes zum Ende des Abdomens geht ein breiter, die Tergiten einnehmender, dunkler, fast schwarzbrauner Streifen. Das ganze Tier ist dicht mit kurzen weisslichgelben Haaren bedeckt; auf den Extremitäten und besonders auf den Metatarsen samt Tibien und Tarsen der Laufbeine ist solche Behaarung ein wenig länger und dichter, wie es bei einigen am Tage während der Mittagshitze über die Steppe herumrermenden Paragaleodes-Arten der Fall ist. Die Borsten, Borstenhaare und Dornen sind bräunlichgelb. Die Pedipalpen fast bis zum Endteil des Metatarsus, die Beine vorzugsweise auf den Tibien, und die Beine des 4. Paares auch auf dem Femur sind etwas dunkler, fast rötlichbraun gefärbt. Der Kopf ist gleichmässig grünlichgelbbraun, nur der mediane Längsstreifen ein wenig heller; die Mandibeln sind ähnlich gefärbt, nur oben etwas beraucht, aber ohne dunklere Längsstreifen; der Basalteil des überfinger.s ist weisslichgelb und sein Endteil dunkelbraun. Unterseite des Körpers, besonders des Abdomens,kaum heller gefärbt; Endsegmente des Abdomens vom 6. bis 10. unten, auf den Sterniten, schwarzbraun beraucht.
    
Der Kopf (Abb. 15) ist trapezförmig, wenig breiter als lang, an den Seiten geradlinig, am Stirnrande schwach vorgewölbt. Der Augenhügel ist ziemlich klein, subquadratisch und nimmt etwas weniger als ein Viertel des Stirnrandes ein; Augen auch verhältnismässig klein; der Zwischenraum zwischen ihnen ist kaum kleiner als der Durchmesser des Auges; auf dem Vorderabhange des Augenhügels stehen die Sinnesbörstchen ziemlich weit (etwa auf 1.5 der Sockel breite des Börstchens) voneinander entfernt. Mandibeln (Abb. 16) schlank, stark verlängert; besonders sind die Oberfinger derselben schlank und verlängert, ungefähr nur anderthalbmal kürzer als der behaarte Teil der Mandibel und merklich länger als die Breite derselben. Die Oberfläche ist spärlich beborstet und vorn bedornt. Von der Seite gesehen sind beide Finger (Abb. 17) besonders auf dem Endteil schlank, nur zum Ende mässig gebogen. Der Oberfinger ist oben etwas vorgewölbt, unten auf dem bezahnten Teil fast gerade, mit 12 ganz schwachen Zähnchen bewehrt; von ihnen der 1., 3. und 4. zugespitzt, nach vorn gerichtet, der 3 kaum wahrnehmbar; die übrigen 6 auf dem Wangenteil sitzenden Zähne werden hinten zu ein wenig stärker; von ihnen sind der 5. und der 6. Zahn besonders schwach entwickelt; die beiden hintersten auf dem Gelenksrande sitzenden Zähnchen sind ganz winzig. Der nicht bezahnte, vor dem Vorderzahn liegende Endteil des Oberfingers ist 'ein wenig länger alg der unbehaarte Basalteil desselben (nach dem Oberrande gerechnet). Der bewegliche Finger trägt 4 Zähne, von welchen nur der Hinter (Haupt-) zahn ziemlich stark ist; die drei vorderen Zähnchen sind viel kleiner und dabei sich nach hinten zu verkleinernd; hinter diesen Zähnen folgt ein grosser zahnloser Raum, welcher kaum kürzer als die Länge der Reihe aller drei vorderen Zähne ist. Der Endteil (d. h., vom Vorderzahne bis zum Ende gemessen) des Fingers kaum kürzer als sein Basalteil. Jede Mandibel ist von innen auf dem Wangenteil basal mit lang gefiederten, kurzen und distal mit kurz gefiederten, aber weit längeren Borsten dicht besetzt. Der bewegliche Finger trägt distal ebenfalls lange und dicke nach vorn gerichtete, nicht befiederte Borsten und ausserdem basal kürzere, nach oben und hinten gekräuselte, befiederte Borsten. Das Mittelfeld der Innenseite der Mandibel ist mit nicht zahlreichen (etwa 9 oder 10 Stück), zum Ende allmählich verjüngten und lang zugespitzten, der Länge nach leicht zweimal gebogenen Dornbörstchen besetzt. Bei dem mir zur Verfügung stehenden Stück ist kein Flagellum nachweisbar (Abb. 17); auf der Stelle (r. jl.), welche bei den anderen Galeodiden-Arten ein löffelförmiges oder messerförmiges Flagellum samt seinen Nebendornen und Borsten trägt, sind beide Mandibeln ganz eigentümlich bewehrt: und zwar in der Längsreihe der ziemlich starken, kurz befiederten Wangenborsten (St. a) gibt es ein rundlichse (r. jl.) mit einem Reste 'des Basalteiles eines borstenähnlichen Gebildes versehenes Mal, als ob ein Flagellum hier sass und abgebrochen wurde; das kommt vielleicht bei der Copula nicht selten vor; dicht vor diesem Male sitzt die vorderste befiederte Borste (St. a) der Wangenborstenreihe und hinter derselben, ebenfalls dicht daneben, eine andere um die Hälfte kürzere auch kurz befiederte Borste (St. p.), welche aber nicht in der Wangenborstenreihe steht. Ein wenig weiter nach hinten befinden sich zwei starke, lange, langzugespitzte, dunkelgefärbte, dicht nebeneinander sitzende Dornen (Sp.); diese Dornen entsprechen offenbar ähnlichen Dornen, welche, immer in der Anzahl von 2 bis 4 Stücken eine Längsreihe bildend, bei allen Galeodes-Arten an dieser Stelle vorhanden sind; doch sind sie normal weit kürzer und am Ende stumpf; der hintere von ihnen ist merklich starker als der vordere, was ebenfalls anormal ist, indem in allen anderen Fällen der vordere Dorn immer stärker entwickelt ist. Ob es eine Missbildung des Flagellums oder eine normale Erscheinung für die beschriebene Art ist, darüber kann man zur Zeit, so lange nur ein einziges Stück zu Gebote steht, keinen festen Schluss ziehen.
    
Die Extremitäten sind sehr lang und schlank, so dass die Länge des Metatarsus der Pedipalpen etwa auf ein Drittel grösser als die Kopfbreite ist und die Länge der Tibia ungefähr 2-mal dieselbe übertrifft. Der Pediralpenmetatarsus (Abb. 18) verschmälert sich nach vorn zu merklich und trägt 6 Paar Randdornen; diese sind kürzer als die Dicke des Gliedes unter denselben; besonders verkürzt ist das vor dem Endpaar stehende Dornenpaar; das Endpaar ist kaum kürzer als die Endbreite des Gliedes. Die zwischen den Dornen in derselben Längsreihe sitzenden langen Borsten sind ziemlich fein. Auf der ganzen Unterseite des Pedipalpenmetatarsus zwischen den Randdornen sind nicht besonders zahlreiche, auf hellen, rundlichen Fleckchen stehende, ziemlich lange, nicht dicke, wenig zugespitzte Cylinderdörnchen zerstreut; der Zwischenraum zwischen diesen Dörnchen ist meistens ein wenig kleiner als die Länge des Dörnchens. Der Tarsus der Pedipalpen ist kurz birnförmig, kaum 2-mal länger als breit, unten auf der Aussenseite trägt er eine verdickte Borste. Das Femur und die tibia der Pedipalpen sind mit starken und langen, zum Teil gepaarten Dornen und Dornborsten bewehrt. Der Tarsus (Abb. 18, a) des 1. Beinpaares trägt ganz gut wahrnehmbare Rudimente von Klauen, welche mit einem langen, nicht dichten Büschel von deutlich am Ende ausgerandeten Börstchen umgeben sind. Das 2. und 3. Beinpaar sind auf dem Metatarsus oben mit 5, wie gewöhnlich in eine alternierende Längsreihe angeordneten langen Dornen (sie sind etwa anderthalbmal länger, als das Glied unter ihnen dick ist) und unten distal mit 1 + 2 Randdornen bewehrt; die Tarsen tragen je 2 + 2 + 2/2 solche Dornen. Das 4. Beinpaar trägt unten auf dem Metatarsus 1 + 2 + 2 und auf dem Tarsus 2 + 2 + 2/2/0 Randdornen; auf der Sohle der Tarsalglieder sind keine speziellen Schuppenborsten vorhanden; die Sohle ist nur mit langen, feinen Haarbörstchen spärlich bedeckt. Die sämtlichen Randdornen der Tarsen nebst Metatarsen der Laufbeine sind sehr lang, etwa 2 bis 2.5-mal länger als die Dicke des sie tragenden Gliedes. Die Unguiculi auf den Klauen aller Laufbeine kurz, nicht über 1/7 der Länge des behaarten Teils derselben. Die Kämme der Luftlöcher sind auf dem 2. Abdominalsegmente mit 14 oder 15 ziemlich langen, feinen Zähnchen und auf dem 3. Segmente mit 16 oder 17 etwas kürzeren Zähnchen versehen. Auf dem 5. Sternit sind wegen der schlechten Konservierung des Tieres alle Ktenidien abgerieben, jedoch ist eine Querreihe von grossen, rundlichen Malen, welche eigentlich die Befestigungsstellen der Ktenidien darstellen, auf dem Hinterrande des Sternits ganz deutlich wahrnehmbar.
    
Körperlänge 32 mm, Kopfbreite 5.5 mm, Mandibellänge 9 mm, Pedipalpenlänge 29 mm und Länge des Hinterbeins 38 mm.
    
Durch die eigentümliche Bewehrung der Flagellumsgegend mit Dornen und Borsten und durch das Fehlen der spezifischen Schuppenbeborstung auf den Tarsalsohlen des 4. Beinpaares ist die neubeschriebene Walzenspinnenart von allen Arten der bisher aufgestellten Gattungen der Familie Galeodidae deutlich abgesondert und gehört ihren Hauptmerkmalen nach zu keiner von ihnen, weder zu der echten Galeodes-Gattung, noch zu den Gattungen Paragaleodes, Galeodopsis oder Othoes; von allen diesen Gattungen unterscheidet sich diese Art auch durch einige Merkmale von Gattungsbedeutung. Deswegen kann ich die in Rede stehende Art in keine von den genannten Gattungen einschliessen und proponiere für sie eine neue Gattung Roeweriscus 1 festzustellen. Anscheinend steht sie mit der Gattung Paragaleodes in näherer Verwandtschaft und ist, wie die Arten derselben, nach dem kleinen Augenhügel und der langen und dichten hellen Körperbehaarung zu urteilen, ein am Tage herumrennendes, also nicht nächtliches Tier. Nach der grüngelblichbraunen Färbung der Oberfläche und insbesondere nach der schlanken, langbeinigen Körpergestalt, ist diese Walzenspinne dem aus Süd-Persien stammenden Paragaleodus fulvipes Bir. Nicht unähnlich, aber bei der letztgenannten Art sind die Tarsalsohlen des 4. Beinpaares mit sehr kurzen und dicken, am Ende gerundeten, keulenförmigen Schuppenborsten besetzt, auch ist die Flagellumsgegend  bei ihr für die Gattung Paragaleodes normal gestaltet und bewehrt."

Translation: [forthcoming]

One species is included in the genus:

 

Roeweriscus paradoxus Birula

Roeweriscus paradoxus Birula, 1937a: 592-596, figs 15-18; Roewer, 1941: 177-178, fig. 149.
Type locality: near Kazkin, between Bazman (as Basman) and BampOr, Sistan va Baluchestan, Iran.
Distribution: Iran.

   

 



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